Der Holzvergaser

Holzvergaser Funktionsgrafik

Ein Holzvergaser ist eine technische Apparatur, die trockenes Holz teilweise verbrennt und dabei unter anderem Holzgas herstellt.

Um im Holzvergaser brennbares Holzgas zu erzeugen, befüllt man diesen mit möglichst trockenem Holz. Dieses erhitzt man auf etwa 270 Grad Celsius. Eine chemische Reaktion führt dann dazu, dass sich das Holz auf über 400 Grad Celsius erhitzt. Um das Holz zu erhitzen, müsste man eigentlich eine weitere externe Energiequelle zur Verfügung haben. Eine Besonderheit bei der modernen Holzvergasung im Holzvergaser ist allerdings, dass bei der Verbrennung die Sauerstoffzufuhr in dem Holzvergaser so reguliert wird, dass kein völliger Luftabschluss erzeugt wird, sondern nur ein Luftmangel. Damit verbrennt ein Teil des Holzes im Holzvergaser und das Holz selbst kann somit als Energiequelle für die Gewinnung des Gases genutzt werden. Der Fachmann spricht dabei von „unterstöchiometrischer Verbrennung“.

Neben dem Holzgas entsteht im Holzvergaser auch Holzkohle, Holzteer und Holzgeist.Je nach dem wie man die Verbrennung reguliert entsteht von diesen Verbrennungsprodukten mehr oder weniger. Für die Ausbeute an brennbarem Holzgas ist dabei auch die Auswahl der Holzart entscheidend.

Früher, insbesondere in Not- und Kriegszeiten nutzte man das aus einem Holzvergaser gewonnene Holzgas häufig auch zum Antrieb von Kraftfahrzeugen. Aber auch Eisenbahnen wurden teilweise mit Holzvergasern angetrieben.


Holzvergaser aktuell

Heutzutage nutzt man einen Holzvergaser allerdings als Energiequelle. Dies funktioniert vereinfacht so:
Der Kessel des Holzvergasers besteht aus zwei Kammern, der oberen und der darunter liegenden unteren Brennkammer, die beide voneinander durch eine Brennerplatte getrennt sind. In die Oberkammer wird das möglichst trockene Holz eingefüllt und erhitzt, um die Holzvergasung einzuleiten. Die so erzeugten Gase gelangen dann durch die Brennerplatte in die untere Brennkammer, wo die Holzgase bei Temperaturen bis zu 1100 Grad Celsius verbrannt werden.

Nachteil einfacher Holzvergaser ist, dass Holz permanent zugeführt werden muss. Moderne Holzvergaser verfügen daher auch über Pufferspeicher, die nicht benötigte Energie zwischenspeichern kann. Für Holzvergaserkessel mit über 15 kW Leistung ist ein solcher Puffer aus Umweltschutzgründen gesetzlich vorgeschrieben ist. Denn nur so muss der Holzvergaser nicht dauernd befeuert werden und erzeugt so weniger schädliche Abfallstoffe.

Unter bestimmten Bedingungen wird ein Holzvergaser auch staatlich bezuschusst. Das Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erteilt Ihnen dazu Auskunft.

Holzvergaser Auswahl

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